Von MusikerInnen stolz getragen repräsentiert die Tracht in erster Linie die Verbundenheit sowie Teil eines Ganzen zu sein - eines bestimmten Musikvereins.
Oft geht die Genehmigung einer Tracht einem längeren Prozedere voraus.

Franz Carl Lipp (1913-2002) erforschte Zeit seines Lebens die geschichtliche Entwicklung der Tracht in den Landesteilen und fasste seine Ergebnisse in fünf Trachtenmappen [1] zusammen. Diese sollten den Vereinen ein Anhaltspunkt für die Auswahl ihrer Tracht sein. Für unseren Bezirk sind die Trachten in Folge 1 (OÖ), Folge 4 (Hausruckviertel und Traunviertel ohne Salzkammergut) sowie Folge 5 (Salzkammergut) angeführt. Ist in der Region z.B. Kohlebergbau betrieben worden werden dunkle Farben im Vordergrund stehen. Sind z.B. im Ortswappen bestimmte Farben im Gebrauch kann man sich daran orientieren.

Meist führt der Weg um Entwürfe und Vorschläge einzuholen zu einem Trachtenschneider. Hat man sich auf einen Entwurf geeinigt wird dieser beim OÖ Heimatwerk (Frau Maria Huber) eingereicht, bei dem die Tracht genehmigt werden muss. Wichtig ist natürlich auch, dass sich die neue Tracht von der alten und jenen der umgrenzenden Vereine unterscheidet.

Um Förderungen zu erhalten ist die Trachtenneueinkleidung an bestimmte Bedingungen gebunden: Farben, Schnitte, Mascherl, Stutzen - alles soll etwas mit dem Ort zu tun haben und heimatverbunden sein.

Ist die Tracht genehmigt worden wird ein Datenblatt erstellt und in der Trachtenmappe des OÖ Heimatwerks abgelegt.

  1. Trachtenmappe von F. C. Lipp für erste Anhaltspunkte (was ist typisch für die Region)
  2. Trachtenschneider
  3. OÖ Heimatwerk, Frau Maria Huber

[1] https://www.ooe-heimatwerk.at/blog/post/die-trachtenmappen-von-dr-franz-lipp.html

Bild © TMK D'Schobastoana